Labor ist nicht gleich Labor
Viele Menschen kommen zu mir und sagen:
„Ich habe schon Labor machen lassen.“
Oder:
„Beim Arzt wurde doch schon alles untersucht.“
Und genau hier beginnt oft das Missverständnis.
Denn Labor ist nicht gleich Labor.
Nicht jede Untersuchung beantwortet automatisch die Frage, die hinter den Beschwerden eigentlich steht.
Nicht jeder Wert ist unter den gegebenen Voraussetzungen wirklich aussagekräftig.
Und nicht jede Diagnostik ist in jedem Fall sinnvoll.
Gerade zu Beginn ist es natürlich wichtig, schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen und medizinisch sauber hinzuschauen. Gleichzeitig bleibt oft die Frage offen, ob die bisherige Diagnostik wirklich das untersucht hat, was für die Beschwerden entscheidend ist.
Ein typisches Beispiel sind Mikronährstoffe.
Hier gibt es sehr unterschiedliche Testverfahren, unterschiedliche Bewertungsmöglichkeiten und sehr verschiedene Fragestellungen. Außerdem hängt die Aussagekraft eines Wertes auch davon ab, unter welchen Bedingungen er bestimmt wurde, was bereits eingenommen wurde und was mit der Untersuchung überhaupt beantwortet werden soll.
Viele Menschen verlassen sich auf „normale Werte“ und fühlen sich trotzdem weiter schlecht. Das bedeutet nicht automatisch, dass alles in Ordnung ist. Es kann auch bedeuten, dass die bisherige Diagnostik die eigentliche Problematik nicht ausreichend erfasst hat oder die Werte nicht richtig eingeordnet wurden.
Genau deshalb reicht es oft nicht, einfach nur einen Laborzettel anzuschauen.
Entscheidend ist:
Was wurde untersucht?
Warum wurde es untersucht?
Wie aussagekräftig ist das Ergebnis in diesem Fall?
Und was folgt überhaupt daraus?
Mein Ansatz ist deshalb nicht, wahllos immer mehr Labor zu machen, sondern zunächst sorgfältig zu prüfen, welche Diagnostik wirklich sinnvoll ist, welche Lücken bestehen und welche Ergebnisse in Bezug auf die Beschwerden tatsächlich weiterhelfen.
Denn nicht viel hilft viel.
Sondern sinnvoll hilft sinnvoll.
Viele Patienten haben bereits vieles untersuchen lassen und fühlen sich trotzdem nicht klarer. Oft liegt das Problem nicht daran, dass gar nichts gemacht wurde, sondern daran, dass das Vorhandene nicht richtig zusammengeführt wurde.
Genau hier setze ich an:
Ich unterstütze dabei, bestehende Befunde einzuordnen, Denkfehler zu erkennen, Lücken aufzudecken und sinnvolle nächste Schritte abzuleiten.